Brandkatastrophe in Portugal: Dutzende Tote

Die massive Trockenheit und der starke Wind machen es der Feuerwehr schwer, die schlimmen Brände im Norden und im Zentrum des Landes zu löschen. Der Zivilschutz (ANPC) musste heute im Laufe des Tages die Zahlen der Todesopfer ständig nach oben korrigieren. Laut Patrícia Gaspar von ANPC waren seit gestern bis heute Abend 38 Menschen in den Flammen ums Leben gekommen. Viele von ihnen wurden in ihren Häusern von den Flammen überrascht und konnten nicht mehr fliehen. Unter den Toten ist ein Baby (ein Monate alt) aus Tábua. Außerdem registrierten die Behörden bisher 63 Verletzte, 16 davon befinden sich in einem kritischen Zustand – einer davon ist ein Feuerwehrmann.
Die Todesopfer gab es vor allem in Viseu, Coimbra, Guarda und Castelo Branco.
Am Abend sagte Gaspar, dass heute 163 Waldbrände registriert wurden, 50 davon waren am Abend noch aktiv. 3762 Einsatzkräfte waren mit den Löscharbeiten beschäftigt. Im Einsatz waren 1148 Fahrzeuge und zwei Löschmittel aus der Luft. Außerdem hat Italien zwei Flugzeuge Canadair geschickt.
Ein großes Problem sei, dass es durch die Witterungsbedingungen für Löschhubschrauber und –flugzeuge schwierig ist, zu arbeiten.
Bundespräsident Marcelo Rebelo de Sousa kam an Einsatzorte und zeigte sich von der Tragödie schockiert. Er verfolge die Situation genau. Seine anderen Termine habe er abgesagt, um bei den Betroffenen zu sein.
Innenministerin Constança Urbano de Sousa sagte, dass die Regierung alle möglichen Hilfen mobilisiere. „Wir unterstützen die Betroffenen so gut es geht.“
Auch der europäische Mechanismus für Zivilschutz sei aktiviert, andere Staaten haben Unterstützung zugesagt.
Bereits im Sommer gab es eine Brandkatastrophe in Portugal. In Pedrógão Grande starben 64 Menschen, 200 wurden verletzt.

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