Ausländer ziehen ins Hinterland

Laut dem aktuellsten Einwanderungs-, Grenz- und Asylbericht (RIFA) lebten Ende 2016 exakt 387.731 Ausländer in Portugal. „Der Abwärtstrend ist gestoppt“, sagt die Grenzbehörde SEF. Denn im Jahr 2016 wanderten um 2,3 % mehr Menschen ein als 2015. Das sei auf die Attraktivität des Landes zurückzuführen. „Auf der einen Seite wird Portugal als sicher eingestuft. Auf der anderen Seite sind steuerliche Vorteile manchmal ausschlaggebend.“
Den größten Anstieg an neu angemeldeten Ausländern gab es im letzten Jahr im Landesinneren – vor allem in Castelo Branco, Bragança und Guarda. In Castelo Branco lag der Anstieg bei 11,9 % im Vergleich zu 2015 – jetzt wohnen dort 3.642 Menschen ohne portugiesischen Pass. In Bragança wurde ein Plus von 11,6 % (auf 2.685) verzeichnet, in Guarda von 9,5 % (auf 1.845). Dort seien, so Forscher, die hohe Lebensqualität durch Sicherheit sowie die Natur ausschlaggebend. Dennoch sei es sehr einfach, relativ schnell in große Städte zu kommen.
In Castelo Branco lassen sich immer mehr Briten nieder, Guarda ist vor allem bei Niederländern sehr beliebt. Nach Bragança kommen vor allem Brasilianer – aber auch Menschen aus Kasachstan meldeten hier ihren Wohnsitz an. In der Stadt Mirandela wohnen derzeit 
56 Kasachen.

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