Ausgaben für die Streitkräfte

Ab dem Jahr 2024 will Portugal 1,66 % seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung ausgeben. Damit wird das 2014 beim NATO-Gipfel in Wales vereinbarte Ziel von 2 % aber nicht eingehalten. Der portugiesische Ministerpräsident António Costa hat dies jedoch im Juli vergangenen Jahres zugesagt, als die portugiesische Delegation im neuen NATO-Hauptquartier in Brüssel zu Besuch war.
Laut NATO-Daten hat Portugal 2017 € 2,398 Mrd. für Verteidigung bereitgestellt, was 1,24 % des BIP entspricht. 2018 erfolgte eine Erhöhung auf 1,35 %. Für das laufende Jahr erklärte António Costa, Portugal beabsichtige, 1,41 % seines BIP bereitzustellen. „Wir haben versucht, einen finanziellen Rahmen zu schaffen, der die Fähigkeiten unserer Streitkräfte stärken soll. Nur so kann die nationale Souveränität gewährleistet werden“, so Costa. Insbesondere wird in maritime Ressourcen investiert. Das könne auch eine Chance für die nationale Wirtschaft bedeuten. Verteidigungsminister João Gomes Cravinho warnte davor, dass es nicht angemessen sei, die Beiträge der verbündeten NATO-Länder „nur als Prozentsatz des BIP“ zu messen. Vielmehr sollten auch „Projekte mit Verantwortungsteilung“ berücksichtigt werden. „Wenn man nur von den prozentualen Beiträgen am BIP spricht, wird das der Komplexität und der Herausforderung für die internationale Sicherheit nicht gerecht“, so Cravinho. Die Entwicklung der militärischen Fähigkeiten der europäischen Länder sei von wesentlicher Bedeutung, sagte der Admiral Silva Ribeiro, Generalstabschef der Streitkräfte.
215 portugiesische Soldaten beteiligen
sich an der NATO-Mission in Afghanistan, um den Flughafen Kabul zu schützen. Zudem verstärken sie Spezialkräfte in Hauptquartieren. In der Zentralafrikanischen Republik sind 193 Soldaten in die Mission der Vereinten Nationen integriert, von denen 179 als unmittelbare Einsatzkräfte in Bangui und 14 im Hauptquartier dienen, deren zweiter Befehlshaber der portugiesische General Marcos Serronha ist (Stand März 2019).

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