Alt-Speiseöl landet noch im Abfluss

Die Umweltschutzorganisation ZERO warnt, dass die Sammlung von altem Speiseöl in Portugal nicht funktioniert. 35.000 Tonnen davon landen jedes Jahr im Abfluss. Das entspricht rund 60 % des verwendeten Öls. Nur 23.000 Tonnen werden richtig entsorgt. Diese Daten stammen von Erhebungen der portugiesischen Umweltschutzagentur APA. Sowohl Privatpersonen als auch die Gastronomie seien daran schuld. In Haushalten werden pro Jahr 15.000 Tonnen Altöl einfach in die Küchenspüle gekippt, in Restaurants, Hotels und Kaffeehäusern rund 19.000 Tonnen. In Restaurants werden 46 % richtig entsorgt. Das klingt zwar akzeptabel, aber es gibt ein Gesetz, dass die zwingende Übergabe von Altöl für Recyclingzwecke vorsieht. Laut ZERO sei der Fehler nicht nur bei den Bürgern und Gastronomen zu suchen. Auch die Rathäuser erfüllen nicht ihre Pflicht. Sie müssten laut Gesetz pro 25.000 Einwohner mindestens zwölf Recyclingcontainer für Altöl bereitstellen.
Die richtige Entsorgung ist aus zwei Gründen so wichtig: Erstens kann das Altöl für Biodiesel verwendet werden und zweitens belastet das Öl die lokalen Abwassersysteme. Sie verstopfen die Leitungen – so werden zusätzliche Reinigungsvorgänge benötigt, die teuer sind.
ZERO schlägt vor, Kampagnen zu starten, um die Bürger über ihre Pflicht zu informieren. Außerdem sollen die Rathäuser in die Verantwortung gezogen werden.

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