Algarve: ARS wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Administração Regional de Saúde do Algarve (ARS) weist die Vorwürfe der Gewerkschaften zurück, zu wenig in den Gesundheitssektor in der Region zu investieren.  Wie der Vorstand der ARS in einer Mitteilung erklärte, wurden 2014 bereits 22 Ärzte und 45 Krankenpfleger eingestellt. Etwa 90 freie Plätze stünden zudem noch für Allgemeinmediziner und Familienärzte sowie 46 weitere für Spezialisten zur Verfügung. Den Angaben zufolge wurde außerdem der Weg freigemacht für die Ausschreibungen von weiteren 105 Arbeitsplätzen in Krankenhäusern, die bald umgesetzt werden sollen. Eine nachhaltige Versorgung der Krankenhäuser sei demnach gewährleistet. In der Mitteilung heißt es weiter, dass 2011 und 2013 74 Mio. € in die Krankenhäuser in der Algarve flossen, um so u.a. offene Rechnungen mit Zulieferern zu begleichen. Außerdem wird in der Mitteilung aufgeführt, dass im Januar dieses Jahres die ursprünglichen Schulden des Centro Hospital do Algarve in ein Plus von ca. 75 Mio. € umgewandelt werden konnten, inklusive eines Zinsernachlasses in Höhe von 5,3 Mio €. Am vergangenen Freitag, dem 22. August 2014, hatten die Gewerkschaften die Mitarbeiter in der Algarve im öffentlichen Gesundheitssektor dazu aufgerufen, zu streiken. Mehr als 80 % waren der Aufforderung gefolgt. Hintergrund sind die Missstände in der alltäglichen Arbeit in den Krankenhäusern – darunter vor allem fehlendes Personal und Material sowie der Aufschub von Untersuchungen.

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