Wasserknappheit

Bereits in der letzten Ausgabe veröffentlichten wir erschreckende Daten zu den in den Stauseen der Algarve gespeicherten Wasserreserven. Mittlerweile sind diese weiter gesunken: Beliche ist nur zu 31 % gefüllt, Odeleite zu 39 %, Arade zu 29 %, Odelouca zu 37 % und Bravura zu 34 %. Einzige Ausnahme in diesem besorgniserregendem Szenario ist Funcho (64 %). Das regionale Wasserversorgungsunternehmen garantiert, dass die Reserven bis Jahresende ausreichen. Wie die Versorgung danach aussehen wird, steht in den Sternen… Eine Lösung wäre die Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser aus den kommunalen Kläranlagen für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen und Golfplätzen, statt dafür Wasser aus den Stauseen zu nutzen. Doch dies geschieht nicht, obwohl 98 % der Abwässer der Region aufbereitet werden und dank moderner Technologie praktisch Trinkwasserqualität aufweisen, und obwohl bereits vor 20 Jahren ein Protokoll abgeschlossen wurde, das die Nutzung gereinigter Abwässer für die Bewässerung der Golfplätze festlegte. Doch das in den 66 Kläranlagen der Algarve aufbereitete Wasser landet weiterhin in den Flüssen und im Meer. Einzige Ausnahmen sind die Golfplätze Quinta do Lago und Horta dos Salgados sowie eine Avocado-Plantage nahe Castro Marim. 2018 wurde hingegen der gesamte Klärschlamm der Region wiederverwertet und in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt.


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