Die Katzenmutter

Als Corinna Janiec aus Deutschland nach Portugal zog, kümmerte sie sich vom ersten Tag an um die vielen herumstreunenden Katzen. Seitdem ist sie die Katzenmama der Algarve

Jeden Morgen fährt Corinna Janiec (43) mit ihrem PKW und einer Ladung Katzenfutter die Gegend um Carvoeiro an der portugiesischen Algar­ve ab. Täglich ist sie eine Stunde unterwegs, um frei lebende Katzen in diesem Abschnitt der Urlaubsregion zu füttern. Erst danach kümmert sie sich um ihre eigentliche Tätigkeit als Ferienhausverwalterin. „Ohne die Katzen versorgt zu wissen, kann ich nicht arbeiten“, sagt die 43-Jährige. Als Corinna Janiec vor Jahren aus Deutschland an die Algarve übersiedelte, zogen sie die vielen herumstreunenden Katzen sofort in ihren Bann. Anfangs fütterte sie die Katzen haupt­sächlich in der Feriensiedling Rocha Brava, dann im Wohngebiet von Vale de Milho. „Die Tiere ohne ein festes Zuhause und Zuwendung taten mir einfach nur leid“, sagt die jung gebliebene Frau. „Ich sah, wie schnell sie sich vermehrten, immer mehr Katzenbabys um ihr Leben kämpften. Mir wurde klar: Hier muss man etwas tun, damit sich das Elend nicht noch weiter ausbreitet.“ In Tierärztin Claudia Soares-Cardoso (34) aus Carvoeiro fand sie sofort eine Verbündete, als sie ihr eines Tages eine verletzte Katze brachte. Die beiden Frauen waren sich einig, von nun an gemeinsam etwas gegen den Katzenboom tun zu wollen. Und so begann ihr tägliches Bemühen um das Wohlbefinden der kleinen Samtpfoten. Corinna fängt seitdem regelmäßig die flauschigen Kätzchen ein und bringt sie in die Klinik von Dr. Soares-Cardoso. „Dort bekommen die Babys die nötige Erstbehandlung mit antibiotischen Augentropfen. Erst mit drei Monaten dürfen sie dann geimpft werden“, erzählt Corinna Janiec. Die entstandenen Kosten für Futter und Behandlung übernahmen die Frauen zunächst allein. Staatliche Unterstützung bekommen sie nicht. „Dabei wäre dies dringend erforderlich“, kritisiert sie. „Denn neben Kosten für Futter und Impfungen, fallen auch Ausgaben für die nötige Sterilisation der Tiere an. Denn nur mit einer Sterilisation schaffen wir es, die Geburtenzahl systematisch zu verringern.“  Und was passiert mit den Katzen und Katern nach einer Behandlung? „Manch ein Tier hat Glück und kann nach der Behandlung an Interessenten vermittelt werden“, verrät Corinna Janiec. „Andere bringe ich an ihren alten Standort zurück. Kranke und schwache Tiere nehme ich mit zu mir.“ Damit meint die engagierte Tierliebhaberin ein Katzenparadies nahe ihrer Pferdekoppel. Hier dürfen sich die kranken Vierbeiner erholen, um später an liebevolle Katzeneltern gegeben werden zu können. Nach Lust und Laune können sie sich in bunten Katzenhäusern und verwinkelten Schuppen vergnügen, auf Leitern klettern, in Höhlen verstecken sowie im Garten mit allerlei Spielzeug herumtollen. „Es gibt verwahrloste Katzen, die hier schnell wieder gesund und kräftig werden“, erzählt Corinna Janiec, die natürlich jeden Tag vorbeikommt, um nach ihren Katzenkindern zu schauen und sie zu füttern.Hilfe verspricht sich Corinna Janiec jetzt durch „CCCA-Carvoeiro Cat Charity Association“, einen Verein, den sie aktuell mit Claudia Soares-Cardoso sowie Catia Soares-Cardoso gegründet hat. Denn nur durch Spenden ist es möglich, das große Engagement auch künftig möglich zu machen. „Wir benötigen alles, ob Geld, Katzenfutter oder Decken“, sagt die Katzenmama der Algarve.

Angela Kaiser
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