Rip Deal

Sie haben eine Immobilie angeboten, Sie wollen eine Antiquität verkaufen? Vorsicht, auch hier lauern Betrüger!

To rip bedeutet jemanden ausnehmen, neppen; deal bedeutet Handel, Geschäft. Also ein Geschäft, bei dem jemand betrogen wird. Die Opfer sind in der Regel Verkäufer von Immobilien oder Antiquitäten, oder auch anderen Wertgegenständen, die den Kontakt zu potentiellen Käufern unter anderem über das Internet, wie zum Beispiel über Immobilieninserat-Seiten suchen. Die Täter suchen gezielt diese Inserate aus dem Angebot und bauen telefonisch oder vorerst per e-Mail Kontakt zu den Opfern auf, und zeigen Interesse an dem Kauf der Immobilie oder der angebotenen Ware. Häufig geben sie an, im Auftrag eines zahlungskräftigen Investors zu handeln, der seinen Sitz im Ausland hat. Typisch für derartige Straftäter ist folgendes Vorgehen: Durch häufigere Kontaktaufnahme soll dem Opfer der Eindruck vermittelt werden, dass es sich tatsächlich um einen Interessenten handelt, der sogar bereit ist, ohne den Preis drücken zu wollen oder sogar sich die Immobilie anzuschauen, die volle Summe zu bezahlen. Die Opfer werden ins Ausland eingeladen, da die Täter vorgeben aus Termingründen nicht selbst erscheinen zu können. Durch Begleichen aller Kosten für Flug, Hotel, usw. wird das Misstrauen der Opfer abgebaut. Vor Ort wird der Effekt durch selbstsicheres Auftreten und Vorgeben eines luxuriösen Lebensstils noch verstärkt. Sehr bald wird ein Treffen vereinbart, um über das Geschäft zu sprechen. Während des Gespräches wird das Thema sehr rasch auf einen dringend notwendigen Sorten-Tausch gelenkt, ohne den das eigentliche Geschäft des Immobilienverkaufs nicht stattfinden kann. In der Regel sollen Euro in Schweizer Franken gewechselt werden. Um die Zustimmung des Opfer zu bekommen, bieten die Täter einen für das Opfer nicht unerheblichen Gewinn für das Tauschgeschäft an. Bei noch skeptischen Opfern wird zunächst ein kleiner Betrag getauscht, und sie erhalten echte Schweizer Franken. Wenn dann das Opfer bereit ist die volle Summe umzutauschen, erhält er gefälschte Scheine oder einen Koffer mit Papierschnipseln. Sollte sich das Opfer weigern, das Geld zu übergeben, wird mit leichter Gewalt, oder vorgehaltener Waffe nachgeholfen. In solchen Fällen sollte man immer an die portugiesische Redewendung ,,quando a esmola é muita, o pobre desconfia” denken. Das heißt: wenn die Almose zu hoch ist, wird der Arme misstrauisch.
Quelle: LKA Bayern

Rip deal: Unter diesem Begriff sind Betrugs-, Raub- und Diebstahlsdelikte zu verstehen, die alle nach einem bestimmten Muster ablaufen.
Auch Algarve-Residenten waren bereits Opfer solche Fälle

Was kann man machen, um nicht auf Betrüger hereinzufallen?
Vorsichtig sein, wenn ein Käufer bereitwillig auf den veranschlagten Kaufpreis eingeht, ohne zu verhandeln.

Nicht von dem scheinbar seriösen Aussehen und Auftreten der Täter beeindrucken lassen. Nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Bei unseriösen Angeboten steht nur der Täter unter Zeitdruck. Vorsicht beim Angebot eines Devisen-Tauschgeschäftes. Ein eindeutiger Hinweis auf betrügerische Absichten ist, wenn dem eigentlichen Verkauf ein Devisenumtauschgeschäft vorausgehen soll.

Folgegeschäften hinreißen lassen.

Je höher der versprochene Gewinn, desto mehr Vorsicht ist geboten.

Misstrauisch sein, wenn die Kaufzusage ohne vorherige Besichtigung des Kaufobjektes erfolgt.

Misstrauisch sein, wenn jemand Geld gegen Geld mit hohem Verlust tauschen möchte. Höchste Alarmstufe besteht, wenn die Abwicklung des Geschäftes im Ausland stattfinden soll. (Sprachprobleme, Gerichtsstand, Anzeigenerstattung). Selbst wenn nur ein Kontakt stattgefunden hat und der Betrug nicht ausgeführt wurde, sollte unbedingt Anzeige erstattet werden, um den Täterkreis bekannt zu machen.

Die Personalien der Geschäftspartner prüfen. Man sollte sich nicht mit einer ausländischen Handynummer zufrieden geben. Stets die Ausweisdokumente des Geschäftspartners zeigen lassen und die Daten notieren. Prüfen, wer der Geschäftspartner ist und wer dahinter steht. Gibt es die Firmen?

Typisch sind kleine Einstiegsgeschäfte, um das Vertrauen zu gewinnen. Nicht von dem vermeintlich schnellen Gewinn zu

ESA 01/09

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