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STRÄNDE

Sonne, Sand und viel Meer
Wo finde ich den schönsten Strand fragen sich jährlich Tausende von Residenten und Urlaubern. ESA hat recherchiert und sich auf die Suche nach den Traumstränden der Sand- und Felsalgarve begeben Teil 1
trände gibt es in der Algarve wie Sand am Meer. Einige sind so beliebt, faszinierend und einzigartig wie Praia da Marinha oder Praia da Senhora da Rocha, dass ihre Fotos Werbebroschüren, DVD-Hüllen, Plakate, Bildbände und Reiseführer zieren und millionenfach in twitter, facebook oder Google auftauchen; andere sind so unbekannt oder versteckt, dass man sie kaum findet. Wir sind für Sie auf Entdeckungsreise gegangen und werden Ihnen die schönsten und außergewöhnlichsten Strände zwischen Sagres und Monte Gordo in einer Serie vorstellen. Die Ilha de Tavira ist die längste Insel des Naturparks Ria Formosa, über zehn Kilometer Wanderdünen, Muschelbänke, Salzwiesen, Watt, Pinienwäldchen, Brutgebiet für Reiher, Störche, Flamingos und andere viele seltene Vogelarten. Zur offenen Seeseite erstreckt sich ein schier endloser feiner weißgelber Traumstrand. Ziel aller Sand- und Sonnenhungrigen sind die populären Strände Praia de Barril, zu Fuß oder mit der Bimmelbahn leicht von Pedras d’El Rei zu erreichen oder Praia das Cascas am östlichen Inselzipfel. Fährboote verkehren regelmäßig von Tavira und von Quatro Águas am rechten Mündungsarm des Rio Gilão. Doch da gibt es noch jenen schmalen Sandstreifen ­ Terra Estreita genannt.

Dort hin gelangt man mit einem Katamaran, der pünktlich vom Kai des Fischerdorfs Santa Luzia ablegt und 15 Minuten später an einem einsamen Ponton des Gezeitenkanals festmacht. Man folgt einem silbergrau verwitterten Holzsteg, der direkt neben einer Strand-Bar endet. Bunte Fahnen und Wimpel knattern im Wind, in breiten weißen Sesseln rekeln sich Menschen unter16

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schiedlichsten Couleurs, nippen kühle Drinks, lauschen jamaikanischen Reggae-Klängen und schauen entspannt auf die Unendlichkeit des Grün und Blau changierenden Atlantischen Ozeans. Willommen am Experience Beach von A Vida é Bela, der mehr bietet als Sonne, Sand und Meer. Hier schmeckt selbst das Magnum am Stiel wie eine Kugel Stracciatella in einer italienischen Gelateria, perlt das frisch gezapfte Sagres wie Perrier Jouët Belle Epoque. Was ist das Besondere an diesem Strand, das hier auch ohne Calypso, Kokospalmen und Karibik pures Bacardi Feeling aufkommt? ,,Es ist unser Konzept”, grinst Eduardo, Barmann und Manager in Personalunion und schiebt einen Caipirinha über den Tresen. ,,Bei uns ist eben alles möglich. Du willst Sushi? Kein Problem. Du magst Ballonfahrten, Live-Jazz, Joga, Ayurweda oder Lomi Lomi (HawaiiMassage), Segeln, Surfen oder Sommerkino? Service-Personal in Livree und weißen Handschuhen, die Canapés, Bruschetta und Tapas auf dem Silbertablett reichen? Wir machen es möglich, getreu unserem Motto ,,Das Leben ist schön” organisieren wir all das zusammen mit unseren Partnern Quinta das Lágrimas und Vila Galé. Und mit diesem innovativ-experimentellem Strandkonzept dürften wir einmalig sein ­ zumindest in der Algarve.” In der Tat, Terra Estreita hat was, und dass dort kein Massen-Tourismus entsteht, dafür sorgt die Kapazität der Fähre: die ist auf 50 Passagiere begrenzt. Den Gästen des Hotels Vila Galé (Tavira) stehen selbstverständlich Wassertaxis zur Verfügung, für die es keine Wartezeiten gibt, während man für einen Platz auf der Fähre mitunter recht lange Schlange stehen muss. Aber das nimmt der internationale Besucher-Tross gerne in Kauf, um für ein paar Stunden Muschelsucher, Sandkuchenbäcker, Wellenbrecher, Fußballartist, Sonnenmilchkonsument, Cocktailtester, Burgenbauer, Teilzeitornithologe, Kinder-Entertainer, Strandläufer oder Einhandsegler in einer Optimisten-Jolle zu sein. Und wie bei Baywatch tragen die Rettungsschwimmer von I.S.N. rote Badehosen und achten mit Argusaugen auf ungetrübten Badespaß.
Bernd Keiner

Das Leben ist schön ­ dieses Motto gilt am Strand von Terra Estreita

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