Aus der Dunkelheit ins Licht

1953 wurde Ceco bei Sarajewo in Bosnien-Herzogewina geboren. Von 1973 bis 1978 studierte er in Prag Malerei und schloss mit Diplom beim legendären Kunst-Professor Karel Soucek ab. Zu dieser Zeit heiratete er die Tschechin Eva, zwei Kinder kamen zur Welt

Alles schien gut zu verlaufen. Aber eine tiefe Unruhe führte ihn 1981 in Europas Hexenkessel der Modernen Kunst: Berlin. Ohne Frau und Kinder. Er versuchte sich als freier Künstler. Wurde aber von Wellen der Selbstzweifel befallnur materiell, sondern mit fachlichem Interesse. Eine neue Lust an Farben erwacht. Einige namhafte Galerien stellten endlich seine Werke aus. Dann klopften Kunstkritiker an Cecos Ateliertür. Heute ist er in den bedeutendsten Galerien Berlins vertreten, allen voraus Georg Nothelfer. Auch Galerien aus New York wollten ihn nun präsentieren. Ende der 1980er-Jahre war Ceco zu einem Kultnamen der Modernen Malerei geworden. Dass 1992 seine Mäzene nach Portugal zogen und dort an die wilde Westküste, konnte seine Entwicklung nun nicht mehr bremsen. Er ging zurück zu seiner Familie nach Prag. Heute ist er Mitglied der Kunstgalerie Karolinum, der Nationalen Kunstgalerie Mánes und anderer. Ex-Staatspräsident Havel ließ seine Wohnung mit Bildern von Ceco behängen. Cecos Arbeiten finden sich im Besitz vieler Privatsammler auf allen Kontinenten. Mit dieser Retrospektive von Cecos Werk bietet die Galeria Porca Preta allen Kunstfreunden die Gelegenheit, große Kunst zu erleben. Für Sammler ist auch der Aspekt von Bedeutung, dass die Gemälde nicht zum aktuellen (und sehr hohen) Marktpreis angeboten werden, sondern dank der Vermittlung der Mäzene Loderer zum Einkaufspreis der 1980er- und 90er-Jahre. Damit Ceco auch in Portugal zu jenem Begriff wird, der ihm zusteht. Die Ausstellung beginnt am Sonntag, 6. März 2005 und dauert bis Ende des Monats. Ceco verwendet den Strick als Leitsymbol für nahezu alle Werke. Ist der Strick in der Steinbildhauerei oder im Kunsthandwerk ein Symbol der erfolgreichen Fortführung (z.B. auch in der portugiesischen Manuelinik), so wird er in der Mythologie auf die Symbolik des Ariadnefadens zurück geführt, der aus der Dunkelheit ins Licht führt. Ceco fiel in einen inneren Rückzug. Bis er die Kunstsammler Ursula und Joachim Loderer kennen lernte. Sie hebelten ihn aus seinem ,,Loch” der Armut heraus, stellten ihm eine Wohnung mit Atelier zur Verfügung, förderten ihn nicht.

Die Galeria Porca Preta liegt an der Straße Monchique Alferce, und ist deutlich ausgeschildert. Auskunft und Reservierungen: Tel 282 912 384, 282 913 090 und Mob 968 067 607 ÖZ: Di – So von 12 Uhr – 20 Uhr

ESA 03/05

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