Nickender Sauerklee

Die Hausapotheke

Portugiesischer Name:
Trevo azedo, Erva-canária, Erva-azeda-amarela, Erva mijona

Synonyme:
Gehörnter Sauerklee

Wissenschaftlicher Name:
Oxalis pescaprae

Familie:
Oxalidaceae (Sauerkleegewächse)

Botanisches:
Die mehrjährige, krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu fünfzig Zentimetern. Aus einer Blattrosette entspringen zirka 20 Zentimeter lange Stiele mit endständigen, dreiteilig gefiederten, kleeblattartigen, verkehrtherzförmigen Laubblättern. Die leuchtend zitronengelben, trichterförmigen Blüten wachsen zu sechst bis zwölft an lang gestielten, doldigen Blütenständen.

Haupt-Inhaltsstoffe:
Oxalsäure und ihre Kaliumsalze, Vitamin C, verschiedene Mineralstoffe

Drogenbezeichnung: -/-

Medizinische Verwendung:
Die säuerlich schmeckende Pflanze wird schon seit dem Altertum sowohl zu Heilzwecken als auch kulinarisch verwendet. Diese Säure wird durch den außergewöhnlich hohen Gehalt an Oxalsäure verursacht.
Äußerlich findet der Nickende Sauerklee als Paste verarbeitet Anwendung bei Geschwüren und Entzündungen der Haut. Der abgekühlte Tee oder der Kaltauszug kann bei Sodbrennen versucht werden. Außerdem wirkt die Pflanze „blutreinigend“ und soll sich positiv auf die Leberfunktion auswirken. Auch bei leichten Verdauungsbeschwerden kann sie hilfreich sein und die Wurzelknöllchen werden volksheilkundlich bei Würmern gepriesen. Als Gurgelmittel bei Mundfäule soll es auch helfen. Durch den hohen Gehalt an Oxalsäure sollten Menschen mit bekannten Nierenproblemen von dem Verzehr des Sauerklees absehen. Die wohlschmeckende Pflanze, in bescheidenen Mengen genossen, ist für Mensch und Vieh jedoch unschädlich.

Wissenswertes:
Der Nickende Sauerklee stammt ursprünglich aus Südafrika. Von hier wurden auch die volksheilkundlichen Anwendungen zum großen Teil übernommen. Die Pflanze ist dort noch heute Bestandteil von vielen traditionellen Gerichten. Die deutsche Bezeichnung „Nickender Sauerklee“ beschreibt die nach unten geneigten Blütenknospen der Pflanze. Der wissen-schaftliche Name „Oxalis pescaprae“ stammt von den lateinischen Begriffen „pes“ für Fuß und „capra“ für Ziege und soll auf die angebliche Ähnlichkeit der Teilblätter der kleeblattartigen Laubblätter mit einem Ziegenfuß hinweisen. Aus den goldenen Blütenblättern wird ein gelber Farbstoff hergestellt.

Rezept: „Sauerklee-Limonade“
Etwa eine große Handvoll des blühenden Krautes mit einem Liter heißem, nicht mehr sprudelndem Wasser übergießen und nach 8 – 10 Minuten filtern. Nach Belieben mit Zucker oder Honig süßen. Abgekühlt mit Eiswürfeln servieren.

Text: Christina Steffens
in ESA 03/16

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