Kürbis

Portugiesischer Name: Cucurbita                                                                                                                                                                                                                                       

Synonyme: Körbs, Kürwes, Kerwes, Kerbs, Kürbsch, Kürbs, Chürbse, Chörbse, Chürpe, Flaske, Flaskenappel, Malune, Babenkern, Jonaskern, Peponensamen, Plumperskern, Pluzer      

Wissenschaftlicher Name: Cucurbita pepo  

Familie: Curcurbitaceae (Kürbisgewächse)

Botanik: Die einjährige Pflanze erscheint mit niederliegenden oder mittels mehrspaltiger Ranken kletternden, mehr oder weniger stachelig behaarten, bis zu 12 m langen Stängeln. Die gestielten, herzförmigen bis fünflappigen Laubblätter sind borstig behaart. Die glockigen Blüten werden bis zu 15 cm breit und sind von hellgelber bis goldgelber Farbe. Die rundlichen bis länglichen Beerenfrüchte werden bis zu 40 cm im Durchmesser groß, bis zu 30 kg schwer und sind von gelber bis orangener Farbe. Das Fruchtfleisch ist faserig, gelb-orange bis weiß und darin liegen zahlreiche spitz-ovale, abgeflachte, weißgrünliche oder hellbraune, bis 2 cm lange Samen.

Haupt-Inhaltsstoffe: 35 % bis 55 % Öl, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamine (A, B1, B2, B6 und E), Spurenelemente (Selen, Mangan, Magnesium, Zink und Kupfer), Diterpene, Squalen, Cucurbitol, Phytosterole (Curbicin), Carotinoide, Aminosäuren (Cucurbitin).

Drogenbezeichnung: Cucurbitae peponis semen (Kürbissamen)

Medizinische Verwendung: Aufgrund der großen Schwankungen der Inhaltsstoffe der verschiedenen Kürbissorten werden zur Sicher­stellung einer ausreichenden Wirkstoffkonzentration für therapeutische Zwecke fast ausschließlich Spezialzüchtungen verwendet. Kürbiskerne wirken entzündungshemmend auf das Prostatagewebe und die Harnwege und gleichzeitig kräftigen sie das Bindegewebe und die Muskulatur. Hormonelle Wirkmechanismen werden ausgeglichen und normalisiert. Außerdem sind antimikrobielle Wirkungen nachgewiesen. Die diuretische (harntreibende) Eigenschaft rundet das Anwendungsprofil ab. Kürbiskerne eignen sich daher zur Behandlung der Reizblase und Blasenschwäche sowie bei Miktionsbeschwerden bei benigner Prostatahyperplasie (BPH, auch benignes Prostatasyndrom – BPS genannt) – Stadium I bis II mit den Symptomen nächtlicher und unwillkürlicher Harnabgang. Auch soll es der Bildung von Blasensteinen entgegenwirken. Da erst nach einigen Wochen eine Wirkung eintritt, sollte eine Anwendung mindestens 6 Monate andauern. Volksheilkundlich werden Kürbissamen bei Wurmbefall und äußerlich zur Wundheilung eingesetzt. Auch das Fruchtfleisch des Kürbis (reich an Vitamin A, B6, C, E, Folsäure, Magnesium, Kalium, Kalcium, Zink, Carotinoiden, Phytosterine) wirkt sich überaus positiv aus bei Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden, zu hohem Cholesterinspiegel, Gicht, Rheuma, Herzkrankheiten und Nierenschwäche. Zudem stärkt es das Immunsystem, wirkt verdauungsfördernd und somit entschlackend, blutreinigend, ausschwemmend und wasserregulierend. Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind nicht bekannt.

Wissenswertes: Der Kürbis stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und wurde dort bereits um 5.000 vor unserer Zeitrechnung von den indianischen Ureinwohnern angebaut. Somit zählt der Kürbis zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen Amerikas. Erst seit dem 16. Jahrhundert finden sich Aufzeichnungen über die Verwendung des Kürbis in Europa. Noch vor dem Genuss als Nahrungspflanze wurde der Kürbis vor allem als Arzneipflanze angebaut. Der Name „Cucurbita“ stammt von der lateinischen Bezeichnung „Cucumis“ für „Gurke“ und „orbis“ für „Erdkreis“ und bezieht sich wohl auf die Form der Frucht. Der Name „pepo“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „reif, weich, mürbe“ Bezug nehmend auf die Frucht. Das Wort „Kürbis“ ist mit der Zeit aus dem lateinischen „Cucurbita“ entstanden.

Christina Steffens
Heilpraktikerin
LnB Schmerztherapie
LnB Bewegungslehre
Phytotherapie
www.algarve-heilpraktikerin.com
Mob.: +351 919291931

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ESA 10/13

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