Zwiebel

Portugiesischer Name: Cebola Synonyme: Bolle, Küchenzwiebel, Oje, Speisezwiebel, Zippel, Zwabl, Zwiewel Wissenschaftlicher Name: Allium cepa Familie: Liliaceae (Liliengewächse)

Die Zwiebel
Haupt-Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Schwefelhaltige Aminosäuren (Alliin, Allicin), Vitamine, Mineralstoffe, Propanthialoxid, Flavonoide Drogenbezeichnung: Allii cepae bulbus Medizinische Verwendung: Die vielseitige und sehr wirksame Zwiebel wirkt antibiotisch (wirksam gegen Mikroorganismen), antiviral (wirksam gegen Viren), antiphlogistisch (entzündungshemmend), lipid- und blutdrucksenkend und sollte daher in keiner ,,Hausapotheke” fehlen. Innerlich eingenommen kann die Zwiebel bei Katarrhen der oberen Atemwege mit Schnupfen sowie bei Halsentzündungen und krampfartigem Husten helfen. Durch den Zwiebelsaft entspannen sich die Bronchien und dadurch können auch Asthmaanfälle vorgebeugt werden. Außerdem wirkt der regelmäßige Zwiebelverzehr vorbeugend gegen grippale Infekte und altersbedingten Gefäßerkrankungen und besitzt sogar antialergische Eigenschaften. Äußerlich wird die Zwiebel bei Mittelohrentzündungen, Fieber, Insektenstichen und zur Wundund Narbenbehandlung eingesetzt. In Portugal ist dieses preiswerte Heilmittel sehr beliebt und wird bei Erkältungen, Husten und Heiserkeit vielseitig angewandt. Die pure Zwiebel wird zu Tee und Sirup verarbeitet oder mit anderen Heilpflanzen wie Poleiminze, getrockneten Feigen, Pinienzapfen und -trieben, Aloe vera, Oregano, Johanniskraut oder Eukalyptusblättern gemischt. Gegenanzeigen und Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Allerdings wurde bei empfindlichen Menschen Reizungen an Mund- und Magenschleimhäuten beobachtet. Wissenswertes: Zusammen mit dem Knoblauch ist die Zwiebel schon seit mehr als 5000 Jahren eine der wichtigsten Heil- und Nahrungspflanzen. Das sehr hohe Ansehen der Zwiebel erklärt sich durch das breite Anwendungsgebiet und den vielfältigen Nutzen, vor allem bei den häufigen Erkältungskrankheiten. Im alten Ägypten wurde die Zwiebel sogar der Göttin Isis geweiht. Die Zwiebel ist vermutlich von den Römern von Südwestasien nach Europa gebracht worden. Damals wurde diese starke ,,Arzneipflanze” vor allem von den einfachen Bauern gerne als ein zu jeder Jahreszeit verfügbares und preiswertes Heilund Nahrungsmittel kultiviert. Einem alten Brauchtum nach kann das Wetter für das kommende Jahr vorhergesagt werden, indem in der Silvesternacht zwölf Zwiebelschiffchen in Reihe auf den Tisch gelegt werden und jedes mit etwas Salz befüllt wird. Die Zwiebelschiffchen, in denen am nächsten Morgen am meisten Wasser zu finden ist, geben die Monate mit den meisten Niederschlägen an.

Christina Steffens

Heilpraktikerin LnB Schmerztherapie Phytotherapie Gesundheits-Coach
www.algarve-heilpraktikerin.com

Mob.: +351 917 135 306

Medizinisch:
Mittelohrentzündung/Ohrenschmerzen: Eine rohe Zwiebel klein geschnitten in ein Baumwoll- oder Küchentuch (ein Kindersocken eignet sich auch sehr gut) legen, zu einem Päckchen falten. Eine in ein Tuch eingehüllte Wärmflasche auf ein Kissen legen, darauf das Zwiebelpäckchen und dann mit dem Ohr darauflegen. Oder das Zwiebelpäckchen zwischen zwei Wärmflaschen auf Körpertemperatur erwärmen und dann das warme Zwiebelpäckchen mit einer Mütze oder Stirnband auf dem Ohr fixieren. Verweildauer: 2 Std. oder länger, solange es angenehm ist. Wichtig: Nur eine Lage des Tuches sollte zwischen Zwiebel und Ohr liegen. Ein kleines Stückchen rohe Zwiebel mit einer Knoblauchpresse leicht auspressen und den Saft (nicht bis zum Mus drücken) auf einem Teelöffel über einer Kerze o.ä. erwärmen und anschließend etwas von dem erwärmten Saft (nicht zu heiß!) ins Ohr (Seitenlage des Kopfes beachten) träufeln und das Ohr mit etwas Watte verschließen.

Wichtig: Das Trommelfell muss intakt sein und kein Sekret darf aus dem Ohr laufen. Anschließend diese Anwendung am anderen Ohr wiederholen. Atemwegserkrankungen: Eine rohe Zwiebel klein geschnitten in ein Baumwoll- oder Küchentuch legen, zu einem Päckchen falten. Das Zwiebelpäckchen auf einem umgedrehten Topfdeckel über Wasserdampf auf Körpertemperatur erwärmen, auf die Brust legen und mit einem engen Hemdchen darüber angezogen fixieren. Verweildauer: 1,5 Std. Wichtig: Nur eine Lage des Tuches sollte zwischen Zwiebel und Haut liegen. Husten: Eine rohe Zwiebel klein schneiden, in ein Glas geben, mit 2 EL. Honig 2 Stunden ziehen lassen, bis sich eine Flüssigkeit absetzt. Die Mischung braucht nicht gefiltert zu werden. Im Kühlschrank aufbewahren. 3 bis 6 mal täglich einen TL des Saftes ohne Zwiebeln einnehmen. Wichtig: Für Kinder unter 1,5 Jahren anstelle des Honigs Zucker verwenden! Schnupfen, Sinusitis: Eine rohe Zwiebel klein schneiden und auf einem Teller in

Kopfhöhe neben das Kopfkissen legen. So wird die Nase frei und man kann gut schlafen. Bei Säuglingen empfiehlt es sich, die klein geschnittene Zwiebel in ein Tuch zu binden und dieses Säckchen ca. 50 cm über den Kopf zu hängen. Erkältungen, Fieber, Atemwegserkrankungen, Zahnungsbeschwerden, Harnwegsinfekte: Eine rohe Zwiebel in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese Scheiben in einem umgedrehten Topfdeckel über Wasserdampf nicht zu heiß erwärmen. Die warmen Zwiebelscheiben mit einer Mullbinde auf den Fußsohlen (Wichtig: die Füße müssen warm sein!) fixieren und große Wollsocken darüber ziehen. Nun zusätzlich mit einer Wärmeflasche an den Füßen bis zu 4 Std. (solange der Wickel noch warm ist) ruhen. Insektenstiche: Einfach etwas Saft einer rohen Zwiebel, oder die halbierte Zwiebel mit der Schnittseite auf die betroffene Stelle auftragen. Der frische Zwiebelsaft unterdrückt allergische Reaktionen der Haut.

Die in diesem Artikel wiedergegebenen Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen nach dem aktuellen Wissensstand der Medizin dargestellt und geprüft worden. Dieser Artikel kann kein Ersatz für einen kompetenten Rat durch einen Arzt oder Heilpraktiker sein. Autor und Verlag übernehmen keinerlei Haftung für Schäden oder Folgen aufgrund von dem Gebrauch oder Missbrauch der hier vorgestellten Informationen.

ESA 11/12

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