Wundklee

Tee: 1 EL Blüten mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 10 min. lang ziehen lassen und abfiltern. Bei Husten oder Darmbeschwerden 2 Tassen täglich trinken. Aufguss zur Wundreinigung: 2 EL Blüten mit 1 l kaltem Wasser ansetzen, erhitzen ca. 3 min. köcheln lassen und gut abfiltern. Zur Wundreinigung abgekühlt anwenden. Aufguss für Kompressen: 2 EL Blüten mit einer Tasse kaltem Wasser übergießen, kurz aufkochen lassen und nach ca. 10 min. abfiltern und abkühlen lassen. Damit eine Kompresse tränken und auf die schmerzende Stelle legen.

Wundklee

Portugiesischer Name: Trevo-de-areia Synonyme: Echter Wundklee, Apothekerklee, Bärenklee, Bartklee, Beschreikraut, Frauenkäppeln, Kretzenkraut, MuttergottesSchühlein, Hasenklee, Russischer Klee, Schafszähn, Sommerklee, Watteblume, Wollklee, Wundkraut Wissenschaftlicher Name: Anthyllis vulneraria Familie: Fabaceae

Christina Steffens

Samstag 12. Mai Heilpflanzenexkursion Heilpraktikerin LnB Schmerztherapie Phytotherapie Gesundheits-Coach
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Mob.: +351 917 135 306

Botanik: Die mehrjährige, krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 40 cm. Die Laubblätter sind elliptisch, wechselständig und sind in bis zu vier Blattpaaren zusammengefasst, wobei die Endblättchen bis zu 8 cm lang werden können. Die Stängelblätter sind ebenfalls elliptisch, wechselständig und bestehen aus bis zu sieben Blattpaaren. Die Blüten wachsen zu mehreren in rundlichen erscheinenden Köpfen und so ein Blütenkopf kann die Größe eines Golfballs erreichen. Die Blütenfarbe kann je nach Unterart von weißlicher, gelber, orangefarbener oder roter Farbe sein. Haupt-Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine.

Drogenbezeichnung: Anthyllidis vulnerariae flos. Medizinische Verwendung: Wie der Name ,,Wundklee” verrät, wurde die Pflanze zur Wundbehandlung eingesetzt und dies scheint so wirkungsvoll zu sein, dass die Pflanze außerdem den Namen ,,Apothekerklee” erhielt. Der Wundklee gehört zu einer der ältesten Heilpflanzen, über die es Aufzeichnungen gibt. Aufgrund der Inhaltsstoffe wirkt Wundklee adstringierend (zusammenziehend), antibakteriell, blutstillend, hustenlindernd, wundheilend und stoffwechselanregend. Leider gerät das Wissen über Heilpflanzen immer mehr in Vergessenheit. Zu sehr sind die Menschen heutzutage an die chemische Medizin gewöhnt. Doch die vielen Nebenwirkungen dieser Medizin lässt immer mehr Leute wieder zu der natürlichen Heilweise mit Arzneipflanzen greifen. Waschungen mit einem starken, abgekühlten Wundklee-Tee bietet sich bei schlecht heilenden Wunden und offenem Bein (Ulcus cruris) an. Als Gurgelmittel ist Wundklee bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum hilfreich und als Hustentee wird er schon seit dem Altertum eingesetzt. Außerdem hilft der Wundklee die Ausscheidungen des Körpers anzuregen und ist zudem ein gutes Blutreinigungsmittel (die essbaren Blüten könnten einen Salat nicht nur optisch verschönern, sondern auch noch ,,Wirkung” ins Essen bringen). Eine Kombination mit Spitzwegerich (Plantago lanceolata) rundet die Anwendungen wirkungsvoll ab. Gegenanzeigen und Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Die Wirksamkeit vom Wundklee ist bis jetzt nicht ausreichend erforscht worden. Wissenswertes: Der Artenname ,,Anthyllis” kommt von dem griechischen Wort ,, anthos” = Blüte und ,,loulos” = weicher Bart, Bezug nehmend auf die seidig behaarten Blüten und Blätter der Pflanze. ,,Vulneraria” leitet sich vom lateinischen ,,vulnerarius” für ,,Wund” ab und verweist auf die medizinische Verwendung der Pflanze. Die Bezeichnung ,,Beschreikraut” bezieht auf den sehr alten Brauch, ein paar der Blüten in die BabyWiege zu legen, um die Kinder vor Verzauberungen und Verwünschungen zu schützen.

ESA 05/12

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