Pferdeeppich

Portugiesischer Name: Salsa-de-cavalo, Aipo-dos-cavalos Synonyme: Gespenst-Gelbdolde, Alisander, Stoppelrübe, Alexander, Wildpetersilie Wissenschaftlicher Name: Smyrnium olusatrum Familie: Doldenblütler (Apiaceae)

Tipp: Die jungen Blätter und die Blattstiele können roh als Salat gegessen werden oder finden in Suppen und Eintöpfen wie der ähnlich schmeckende Sellerie Verwendung. Fisch- und Fleischgerichte lassen sich köstlich mit dem Kraut verfeinern. Die Wurzel kann im Herbst ausgegraben, und wie saure Gurken eingelegt werden. Mit den gemahlenen schwarzen Früchten lassen sich viele Gerichte würzen. Vorsicht: Viele Doldenblütler sind giftig! Seien Sie sich ganz sicher, welche Pflanze Sie ernten. Christina Steffens

Pferdeeppich

Botanik: Die zweijährige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von maximal 180 cm und besitzt eine dicke, bis zu 60 cm tief reichende, dicke Hauptwurzel mit dünnen Seitenwurzeln, die knapp unter der Erdoberfläche verlaufen. Die glatten, glänzend-dunkelgrünen Blätter sind ein- bis mehrfach dreigeteilt gefiedert und am Grund erscheinen auffallend große, weißhäutige Blattscheiden. Die doldigen Blütenstände bestehen aus 7 bis 22 Strahlen mit grünlich-gelblichen Blüten und weisen meistens keine Tragblätter an dem Doldenstrahlengrund auf. Die Früchte sind groß, auffallend schwarz und kugelig. Haupt-Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Vitamin C, Flavonoide, Bitterstoffe Drogenbezeichnung: -/Medizinische Verwendung: Die Pflanzen der großen Doldenblütler-Familie sehen sich oft sehr ähnlich. Dies hat dazu geführt, dass es in den Aufzeichnungen der verschiedensten Heilkundigen von der Antike bis heute immer wieder zu Verwechslungen der Pflanzen kam. Auch die von Region zu Region verschiedenen Namen einer Pflanzen (siehe Synonyme) haben erschwerend zu Fehlinterpretationen in den Übersetzungen der Werke beigetragen. Der Pferdeeppich wurde unter den abenteuerlichsten Namen immer wieder aufgeführt und war lange Zeit eine wichtige Nahrungspflanze. Auch seine Verwendung als Heilpflanze ist sehr alt. Schon Theophrast und Dioskorides weisen auf die Verwendung der Früchte und Rübe als blutreinigendes und harntreibendes Mittel hin. Außerdem fand der Pferdeeppich Anwendung bei Menstruationsbeschwerden, Asthma und äußerlich bei entzündeten Wunden. Die Blattstiele und Blätter sind im Geschmack dem des Staudenselleries sehr ähnlich und wirken verdauungsfördernd. Da die Pflanze medizinisch wie kulinarisch ganz in Vergessenheit geraten ist, sind Gegenanzeigen und Nebenwirkungen nicht bekannt. Wissenswertes: Pflanzen bilden unsere Lebensgrundlage, denn sie schenken uns Nahrung, Kleidung, Baumaterialien, erfreuen unser tägliches Leben mit ihrer Schönheit und sind unsere Arzneimittel. Aufgrund der vielen heilkräftigen Inhaltsstoffe einer Pflanze und ihrer Wirkung auf unseren Körper sind auch unsere Nahrungspflanzen im weitesten Sinne Heilmittel. Der Pferdeeppich ist essbar und wurde lange Zeit wegen der heilkräftigen Wurzel und Blätter kultiviert. Um 1500 verdrängt der robuste Sellerie den Pferdeeppich, welcher damals auch als Heilpflanze angebaut wurde. Es wird vermutet, dass der Pferdeeppich (portugiesisch ,,Salsa-de-cavalo”) in Portugal und Spanien bis ins 19. Jahrhundert angebaut wurde. Heute kennt kaum noch jemand die scharfaromatisch schmeckende Pflanze. Sein Geschmack erinnert an Sellerie, Liebstöckel und Myrrhe. Der lateinische Name ,,olusatrum” bedeutet ,,schwarzes Gemüse” und bezieht sich auf die Wurzel der Pflanze. Der deutsche Name Pferdeeppich ist aus ,,hipposelinon” = ,,Pferdesellerie”, einem der älteren griechischen Synonyme für die Pflanze, entstanden.

Heilpraktikerin LnB Schmerztherapie Phytotherapie Gesundheits-Coach
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ESA 03/12

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