Mittagsblume

Essbare Mittagsblume

Tipp: Bei Insektenstichen, Hieb-, Stich- oder Schnittverletzungen können die zerquetschten Blätter als ,,Erste-Hilfe” auf die betroffene Stelle aufgetupft werden. Portugiesischer Name: Chorão-das-praias, Figos-dos-hotentotes, Chorões Synonyme: Hottentottenfeige, Hexenfinger Wissenschaftlicher Name: Carpobrotus edulis Familie: Aizoaceae (Eiskrautgewächse) Botanik: Die niederliegende Pflanze wächst mit geflügelten, bis zu 3 Meter langen Trieben. Die bis zu 12 cm langen, grünen Blätter sind am Rand rötlich gezeichnet, fleischig, gebogen, im Querschnitt dreieckig, an der oberen Kante leicht gesägt und sie enden in einer allmählich schmaler werdenden Spitze. Die strahlend gelben Blüten sind ca. 10 cm im Durchmesser groß und erscheinen je nach Unterart mit hellgelben, gelblichrosanen oder hellpurpurnen Blütenblättern und gelben Staubfäden. Haupt-Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Apfelsäure, Zitronensäure, Mesembrin

Blätter

Die medizinische Wirksamkeit der Pflanze ist noch nicht erforscht. Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind daher nicht bekannt. Wissenswertes: Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südafrika und ist als ,,Neubürger” (Neophyt) mittlerweile in Europa, Großbritannien, den USA und Australien anzutreffen. In ihrem Heimatland werden die Früchte auf vielen Straßenmärkten verkauft. Sie werden in Zucker konserviert und regelmäßig gegessen, um die Darmtätigkeit sanft anzuregen. Auch in Currygerichten werden die Früchte mitgekocht. Zur Herstellung von Marmelade kann sie auch dienen, aber dafür wird in Afrika hauptsächlich eine andere Carpobrotus-Art verwendet. Aufgrund der Anspruchslosigkeit und bodenstabilisierenden Fähigkeit der Pflanze, wurde die Mittagsblume auf Dünen und Steilufern zur Verringerung von Bodenerosion angepflanzt. Da sich die Pflanze aber schnell ausbreitet und an vielen Stellen dichte Bestände bildet, werden einheimische Arten stark verdrängt und der Boden ausgelaugt.

Drogenbezeichnung: -/Medizinische Verwendung: Die Mittagsblumen werden in Süd-Afrika seit Urzeiten als Heilmittel sowie als Nahrungsmittel genutzt. Medizinisch wirksam ist der Saft und das Mark aus den Blättern der Pflanze, welches adstringierend (zusammenziehend) wirkt. Als ,,Erste-Hilfe” Maßnahme können mit den zerquetschten Blättern Insektenstiche bestrichen und Wunden gereinigt werden. Jedoch Vorsicht: der Saft brennt in der Wunde, wirkt aber gleichzeitig desinfizierend und blutungsstillend. Der Blattsaft kann als Gurgelmittel bei Infektionen und Pilzerkrankungen (Soor) des Mund- und Rachenraums Anwendung finden. Außerdem finden sich Aufzeichnungen, in denen bei Ohrenund Zahnschmerzen der Pflanzensaft als hilfreich bezeichnet wird. Der Verzehr von Produkten aus der ,,Essbaren Mittagsblume” soll leicht euphorisierend und sedierend wirken.

Christina Steffens

Heilpraktikerin LnB Schmerztherapie Phytotherapie Gesundheits-Coach
www.algarve-heilpraktikerin.com

Mob.: +351 917 135 306

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ESA 01/12

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