Storchenschnabel

Storchenschnabel

Portugiesischer Name: Erva-de-São-Roberto Synonyme: Ruprechtskraut, stinkender Storchenschnabel, Kindsmacher

Wissenschaftlicher Name: Geranium robertianum (Foto Geranium purpureum) Familie: Geraniaceae Rezept: Storchenschnabeltee für Waschungen bei Hauterkrankungen: Zwei Teelöffel des getrockneten Krautes auf eine Tasse kaltes Wasser mindestens drei Stunden ziehen lassen, dann abgießen.

Botanik: Die einjährige, reich verzweigte, weich behaarte, krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe bis zu 50 cm, besitzt eine ästige Pfahlwurzel und rot überlaufende Stängel. Die Stängelblätter sind 3- bis 5-teilig fiederschnittig gelappt, werden bis 4 cm lang und bis 8 cm breit. Die rosa bis purpurvioletten Blüten werden bis zu 2,5 cm im Durchmesser groß, besitzen 5 verkehrt-eiförmiggekeilte und abgerundete Blütenblätter. Haupt-Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl Drogenbezeichnung: Geranii robertiani herba (Storchenschnabelkraut) Medizinische Verwendung: Der Storchenschnabel wirkt zusammenziehend, blutstillend, entzündungshemmend, wundheilend und antimykotisch. Darum wird er bei Durchfällen, Geschwüren, Ausschlägen, schlecht heilenden Wunden, Entzündungen im Mundraum und Blutungen eingesetzt. Hier im Süden Portugals wird ein Tee aus Storchenschnabel bei Magenbeschwerden getrunken. Heute ist wissenschaftlich belegt, dass der Storchenschnabel durch seine Kombination an Inhaltsstoffen bei Entzündungen des Magens und Dünndarms hilft. Außerdem regt der Storchenschnabel den Lymphfluss im Körper derart an, dass er ihm dadurch beim Entgiften hilft. Zudem hat er sich in der Frauenheilkunde äußerlich bei Lymphstau nach Brustoperationen und bei Brustdrüsenentzündungen während der Stillzeit bewährt. Wie sein weiterer Name ,,Kindsmacher” schon andeutet, soll er bei Frauen fruchtbarkeitsfördernd wirken. Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind nicht bekannt. Wissenswertes: Der Name ,,stinkender Storchenschnabel” verrät etwas über den Geruch der Pflanze. Er riecht eigentümlich herb, ganz anders als seine Verwandten die Duftgeranien. Das ätherische Geranium-Öl wirkt stark stimmungsaufhellend und wird heute vermehrt bei Depressionen eingesetzt. Schon Hildegard von Bingen hat ihn ,,trübsinnigen Patienten” verordnet. Meistens in einer Mischung aus Weinraute (ESA 3/11), die auch einen etwas eigensinnigen Geruch hat, und Poleiminze, welche für eine Minze etwas muffig riecht. In eine Duftlampe gegeben soll das ätherische Geranium-Öl gleichzeitig Mücken und Motten vertreiben. Interessant zu erwähnen ist auch, dass früher die Wurzel des Storchenschnabels gerne roh oder gekocht verzehrt wurde. In Notzeiten wurden hier in Portugal auch die Blätter gegessen. Der wissenschaftliche Name ,,Geranium” kommt vom griechischen Wort ,,geranion” und bedeutet ,,Kranich”. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die schnabelähnliche Frucht der Pflanze ­ in Deutschland wurde diese Frucht eher mit dem Storch verglichen. Den Namen ,,robertianum” soll die Pflanze von dem heiligen Ruprecht, Robert genannt, bekommen haben, der mit Hilfe des Storchenschnabels seine Hauterkrankungen heilen konnte.

Christina Steffens

Heilpraktikerin LnB Schmerztherapie Phytotherapie Gesundheits-Coach
www.algarve-heilpraktikerin.com

Mob.: +351 917 135 306

ESA 04/11

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