Eukalyptus

Eukalyptus

Portugiesischer Name: Eucalipto Synonyme: Fieberbaum, Fieberheilbaum, Blaugummibaum, Schönmütze Wissenschaftlicher Name: Eucalyptus globulus Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)

Botanik: Der immergrüne Eukalyptus stammt aus der Familie der Myrtengewächse, mit weltweit etwa 600 Arten und kann bis zu 40 Meter groß werden. Typisch für den Baum ist die glatte Rinde, die ihre Borke in langen Fetzen ablöst. Die jungen, ungestielten Blätter sind gegenständig, oval-herzförmig bis lanzettlich, von blaugrüner Farbe, bis zu 15 cm groß und mit einer Wachsschicht überzogen. Die älteren, lederigen Blätter sind gestielt, wechselständig, sichelförmig bis lanzettlich, glänzend grün, bis zu 30 cm lang und mit Korkwarzen bewachsen. Die runden Blüten sitzen an den Blattachseln und sind in einer holzartigen Kapsel gut geschützt. Der Kapseldeckel besteht aus vier verwachsenen Kronblättern, aus welchen die schönen cremweißen Staubfäden hervor sprießen. Inhaltstoffe: Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide. Drogenbezeichung: Eucalypti folium / Aetheroleum Medizinische Verwendung: Für die Herstellung des ätherischen Öls werden die Altersblätter (nicht die Jungblätter) verwendet. Das ätherische Öl des Eukalyptus wird vom Körper zum größten Teil über die Lunge ausgeschieden bzw. aufgenommen. Dort entfaltet es seine antibakterielle und antivirale Wirkung, verflüssigt zähen Schleim, wirkt krampflösend und kühlend. Daher wird Eukalyptusöl bei Erkältungskrankheiten mit zähflüssigem Schleim, grippalen Infekten, Nasennebenhöhlenentzündungen und akuten und chronischen Bronchitis eingesetzt. Unterstützend hilft es bei Asthma und Rachenentzündungen. Außerdem wirkt eine Eukalyptusöl-Kompresse bei Blasenentzündungen krampflösend, harntreibend und antiseptisch. Die kühlende Wirkung hilft äußerlich bei Rheuma und Gicht. Achtung: Eukalyptusöl nicht bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden und nicht in Augen oder offene Wunden gelangen lassen! Nicht angewendet werden sollte es bei entzündlichen Magen-, Darm- und Gallenerkrankungen, sowie bei schweren Lebererkrankungen. Wissenswertes: ,,Wälder ohne Schatten” werden Eukalyptuswälder auch genannt, denn die Blätter hängen senkrecht nach unten, um so möglichst von beiden Seiten Sonnenlicht zu empfangen. Zudem verdunstet der Eukalyptusbaum auf diese Weise extrem viel Wasser über die Blätter. Das hat dazu geführt, dass er früher zur Trockenlegung von Sumpfgebieten angepflanzt wurde, um der dort lebenden Malaria-Überträgerin, der Anophelesmücke, ihre Brutplätze zu entziehen. Aus diesem Grund wird der Eukalyptus auch ,,Fieberbaum” genannt. In seinem Heimatland Australien gibt es viele Buschbrände. Um den Fortbestand des Eukalyptus zu sichern, sitzen tief im Stammholz und im Wurzelbereich Keimlinge, die erst bei großer Hitze zu wachsen beginnen. Diese werden erst durch ein Feuer aktiviert. Das stark brennbare und leicht entzündliche ätherische Öl in den Blättern unterstützt den Prozess, die für die Auskeimung nötige Hitze zu gewinnen. Der wissenschaftliche Name setzt sich zusammen aus dem griechischen ,,eu = gut, schön” und ,,kalyptos = bedeckt, verhüllt” und dem lateinische Artenname ,,globulus = Kügelchen” und bezieht sich auf die in der Kugel gut beschützten, schönen Blüten. Tee-Rezept: 1 TL (ca. 2 g ) kleingeschnittenen Blätter mit einer Tasse heißem Wasser übergießen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, abgießen und bei Bedarf mehrmals täglich 1 Tasse trinken. Bei Fieber können mit diesem, auf Körpertemperatur abgekühlten Tee, Arme und Beine in Richtung Körpermitte abgewaschen werden. Nachher nicht abtrocknen. Nicht bei Kindern unter zwei Jahren anwenden.

Foto: ESA-Archiv

Christina Steffens

Heilpraktikerin LnB Schmerztherapie Phytotherapie Gesundheits-Coach Wander-Guide Seminare & Workshops www.algarveheilpraktikerin.com Mob.: +351 917 135 306

ESA 11/10

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