Die Schnatterente

Anas strepera – Frisada (pt.) – Gadwall (engl.)

Obwohl viele Entenarten „schnattern“ können, wird diese hier auch Schnatterente genannt. Im letzten Jahrzehnt hat sie sich in westliche Richtung auf ganz Europa ausgebreitet. In Portugal erfolgte die Ausweitung ihres Vorkommens wohl aus dem südlichen Spanien

Die Schnatterente ist etwas zierlicher als die bekannte Stockente. Der Erpel ist überwiegend blaugrau mit schönen filigranen Zeichnungen an Brust und den Seiten, was erst aus der Nähe voll zur Geltung kommt, und hat ein schwarzes „Heck“. Das Federkleid der Ente ähnelt mehr dem der weiblichen Stockente, jedoch ist die gelbrötliche Schnabelkante hier auffälliger. Als wichtiges Erkennungszeichnen, vor allem auf größere Entfernung, ist der meist sichtbare weiße Flügelspiegel. Die Schnatterente ist inzwischen in der Algarve schon häufiger anzutreffen, momentan existieren allerdings nur zwei Bereiche, wo sie regelmäßig beobachtet werden kann. Man trifft sie westlich vom Flughafen Faro vor dem privaten Grundstück „Ludo“ auf der rechten Seite, wo sich eine größere Wasserfläche befindet. Der zweite sichere Aufenthalt ist der See São Lourenço bei Quinta do Lago, wo sie auch besonders zutraulich ist. Dies ist bisher auch der einzige bekannte Brutplatz dieser Entenart. Im Herbst ziehen mitteleuropäische Schnatterenten unterschiedlich weit. Viele bleiben in den Niederlanden oder im südwestlichen England. Einige könnten es aber im Winterhalbjahr bis zur Algarve geschafft haben. Die Art nimmt, ähnlich wie andere Schwimmentenarten, überwiegend pflanzliche Nahrung auf, die sie gelegentlich auch „gründelnd“ findet.

 Text und Foto: Dr. Manfred Temme

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