Seefische an Portugals Küste: Garnele

 Lat.: Pandalus borealis (Tiefseegarnele) GB: Prawn, Shrimp P: Camarão

Eigentlich ist die Garnele unter der Überschrift ,,Seefische” nicht ganz richtig eingeordnet, da sie zur Gattung der Krustentiere zählt. Trotzdem darf sie als exquisites Meerestier hier nicht fehlen.

Die begriffliche Zuordnung der Garnele ist ohnehin sehr schwierig. Es gibt mehr als zweitausend verschiedene Arten, die in verschiedenen Regionen auch noch unterschiedlich eingeteilt werden: nach Aussehen und Lebensraum (Wassertiefe) oder nach der Größe. Im amerikanischen Sprachgebrauch beispielsweise werden sie nach Stück pro Pfund (pcs/lb) bezeichnet. Wenn 15 Garnelen ein Pfund wiegen, heißen sie Prawns oder Jumbo Shrimps. In Portugal werden gewöhnlich alle Garnelen Camerãos genannt. Kleine Garnelen sind in unserem Sprachgebrauch als Krabben bekannt, was zoologisch falsch ist. Diese Bezeichnung ist den kurzschwänzigen Krebsarten vorbehalten, zu denen der Taschenkrebs gehört. Die Tiefseegarnele hat einen rötlichen Körper und wird 10 bis 12 cm lang. Sie kommt in nahezu allen größeren Gewässern vor und lebt vorwiegend auf weichem Grund in einer Tiefe von 200 bis 700 m, und zwar in kälterem Gewässer. Für den Geschmack der Garnele ist die Wassertiefe und die Wassertemperatur von großer Bedeutung. Je kälter das Wasser ist, desto fester und wohlschmeckender ist das Fleisch. Die Garnelen aus den nordischen Gewässern sowie aus den kälteren Gewässern um Chile gehören daher zu den besten Geschmacksarten. Der zoologische Begriff für Garnelen ist Natantia. Das bedeutet: ,,Die Schwimmenden” und weist darauf hin, dass sie sich im Unterschied zu den Panzerkrebsen ausgezeichnet schwimmend fortbewegen können. Auf dem Meeresgrund laufen sie aber auch häufig oder graben sich vor Feinden in den Sand ein. In den Markthallen der Algarve werden vor allem die Sandgarnele (Cragon cragon) und die Tiefseegarnele (Pandalus borealis) angeboten. Die Sandgarnele hat einen grauen, fast durchsichtigen Körper, der erst beim Kochen rötlich wird. Sie erreicht eine Länge von 8 cm und lebt in geringen Tiefen bis etwa 20 m. Die ersten ein bis zwei Jahre ist sie ein Männchen, danach wird sie zum Weibchen. Es gibt sie im gesamten europäischen Küstenbereich. Weil die Sandgarnele in geringer Tiefe lebt, ist sie ein begehrtes Objekt der Küstenfischerei und von einiger wirtschaftlicher Bedeutung.

 

Ingwer-Garnelen

Zutaten: 12 rohe Tiefseegarnelen (etwa 500 g) vorbereiten: Beine und Kopf vorsichtig abdrehen, Brustpanzer aufschneiden, Darm entfernen und Garnele mit der aufgeschnittenen Seite aufgeklappt nach unten legen 4 EL salzarme Sojasauce (dunkle!) 2 TL frisch gepresster Zitronen- oder Limettensaft 2 TL Honig 1 Ingwerwurzel, etwa 3 cm lang, geschält und feingehackt (oder den Saft mit einer Knoblauchpresse herausdrücken) 1 Knoblauchzehe, feingehackt 1 /2 TL Fünfgewürzpulwer 1 EL helles Sesamöl Zum Garnieren: Salatblätter, gewaschen, trockengetupft, in feine Streifen geschnitten, Zitronenachtel (nach Belieben) Zubereitung: Sojasauce, Zitronen- oder Limettensaft, Honig, Ingwer, Knoblauch und Fünfgewürzpulver in einer großen, flachen, säurebeständigen Schlüssel verrühren. Die Garnelen mit der Fleischseite nach unten hineinlegen und für 2 Std. zum Marinieren an einen kühlen Platz stellen. Den Grill auf hoher Stufe vorheizen und eine große, feuerfeste Form mit 1 TL Sesamöl ausstreichen. Die Garnelen mit der Fleischseite nach unten in die Form legen, die Marinierflüssigkeit zurückbehalten. Die Schalen mit dem restlichen Sesamöl bestreichen und die Garnelen für 3 bis 5 Min. unter den Grill schieben, bis ihre Schale leuchtend rot geworden und das Fleisch nicht mehr durchsichtig ist. Die Garnelen sollte man während der Garzeit einmal wenden. In der Zwischenzeit die Marinade in einem kleinen Topf bei hoher Temperatur auf 1 EL reduzieren. Die Garnelen rundum damit bestreichen und dann sofort auf den in Streifen geschnittenen Salatblätter servieren. Fünfgewürzpulver (auch Chinagewürz): Scharfe Mischung aus gemahlenen Gewürzen, meist aus Fenchelsamen, Sternanis, Nelken, Kaneel oder Kassia und Sezuan-Pfeffer. Es sollte sparsam verwendet werden. Steht Fünfgewürzpulver nicht zur Verfügung, kann man stattdessen eine Mischung aus gleichen Teilen gemahlenen Sezuan-Pfefferkörnern, Nelken, Fenchelsamen und Zimt verwenden.Pro Garnele: 30 Kal, Prot 3 g, Fett 2 g, Chol. 20 mg

 

 

 

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