Monchique: Feldspat-Bergbau

Das Unternehmen FELMICA – Minerais Industriais, S.A. beabsichtigt, erneut in Corte Grande im Monchique-Gebirge Feldspat abzubauen. Obwohl der Antrag zur Prospektion Ende Oktober bei der Energie- und Geologiebehörde eingereicht wurde, erfuhren der Bürgermeister Rui André und die Bevölkerung erst knapp eine Woche vor Ablauf der öffentlichen Konsultation Mitte März von dem Vorhaben, legten jedoch noch rechtzeitig schriftlich Einspruch ein. André sagte den regionalen Medien gegenüber, dass er sich persönlich vor die Bagger legen würde, falls die Regierung den Willen der Bevölkerung und des Rathauses nicht respektiere. Der Bergbau sei für ein besiedeltes Gebiet vorgesehen, das im Naturschutzgebiet Natura 2000 eingebunden sowie nationales Schutzgebiet (REN) und Landwirtschaftsschutzgebiet (RAN) ist. Kürzlich wurde dort zudem ein Projekt zum Schutz des Habichtsadlers gestartet und auch der Iberische Luchs soll dort ausgewildert werden. Der Bergbau sei in keiner Weise mit dem Ökotourismus kompatibel, der auf der ursprünglichen Natur von Monchique basiert. Im betroffenen Gebiet seien derzeit 60 Landtourismusanlagen in Betrieb. Zuletzt wäre der Bergbau nicht nur ein schwerer Eingriff in die Natur und in das Grundwasser, sondern die Anwohner würden in hohem Maße mit Lärm, Staub und dem Schwerlastverkehr belastet.
Bereits im Jahr 2011 hatte FELMICA ein Bergbauprojekt für Monchique vorgelegt. Damals in einem 161 Hektar großen Gebiet. Nun will das Unternehmen die Prospektion in einem 16 Hektar großen Gebiet zwischen Fornalha und Alferce durchführen – immerhin eine Fläche, die 16 Fußballfeldern entspricht. Auch das Unternehmen Sifucel hatte 2011 einen Antrag zur Prospektion von Feldspat in Monchique gestellt. Anfang 2015 erwischte die GNR die Gruppe Parapedra, die Verbindungen zu Sifucel hat, bei illegalen Prospektionsarbeiten in Carapitotas.
Weitere Informationen auf der Facebookseite der Bürgerinitiative A Nossa Terra.

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