0507 LL Fiesa

Verlorene Welten
Text & Fotos: ANABELA GASPAR

26

ESA 07/05

Urbewohner der Erde: die Dinosaurier

Skulptur aus der Maia-Kultur

Ägypter, Römer, Inkas und Dinosaurier. Alle zusammen in einer Epoche. Sogar auf dem selben Gelände! So etwas ist nur beim 3. Internationalen Sandskulpturen-Festival FIESA 2005 möglich

ivilisationen wie die der Azteken, Mayas oder Inkas, der Assyrier und der Ägypter, faszinierten schon immer die moderne Zeit. Mysteriöse Welten, die unsere Fantasie beflügeln, wurden jetzt in der kleinen Ortschaft Pêra im Bezirk Silves zum Leben erweckt. 30.000 Tonnen Sand wurden mit großem Talent zum Thema ,,Verlorene Welten” auf 15.000 Quadratmetern in Monumente, Kunstwerke und historische Szenen umgewandelt.

Der Besucher wird von den rätselhaften Statuen der Osterinsel willkommen geheißen. Danach findet er Poseidon im sagenumwobenen Atlantis, es folgen eine römische Arena, griechische Politiker bei einer Diskussion und die Pyramiden der Pharaonen in Ägypten. Auf dem Platz, der Mesopotamien gewidmet ist, wird die Architektur und Kultur der Assyrier, Sumerer und Perser dargestellt. Indische Tempel zeigen Skulpturen aus dem Kama Sutra, Konfuzius grüßt neben einem Riesendrachen

Ein Kunst-Erlebnis der besonderen Art

ESA 07/05

27

Gladiatorenkampf in der Arena

nahe der Chinesischen Mauer. Mit 14 Metern Höhe ist der Drache die größte Skulptur des Festivals. Unweit steht ein japanischer Samurai ­ dies sind einige der Szenen aus der Tausende Jahre alten Zivilisation Asiens. In der Mitte des Ausstellungsgeländes befinden sich die präkolumbianischen Völker: Riesenköpfe von Olmeca-Kriegern, die das Land zwischen den Grijalva und den PapaloapaFlüssen in Mexiko besiedelten, ein eindrucksvolles Menschenopfer der Azteken, Alltagsszenen der Inkas, Tempel und Symbole der Mayas. Nebenan geht es noch weiter zurück in die Vergangenheit: Auch den Dinosauriern und den Menschen der Alt- und Jungsteinzeit ist ein Teil der Ausstellung gewidmet. Abends herrscht auf dem FIESA-Gelände eine mystische Stimmung. Die Skulpturen werden beleuchtet und gewinnen so neue Farben und Formen, die ihnen eine irreale Dimension verleihen. Konzipiert und organisiert von dem Unternehmen ProSandArt, das 2002 von dem türkischen Bildhauer Alper Alagoz gegründet wurde, ist FIESA das einzige Festival dieser Art in Portugal und das größte der Welt. Die beiden letzten Ausstellungen sahen 150.000 Besucher, auf die die Veranstalter auch dieses Jahr hoffen. Verantwortlich für die eindrucksvollen Skulpturen sind 30 Künstler verschiedener Nationalitäten, darunter einige der besten Sandskulpturen-Bildhauer der Welt. Bildhauerin Kathrin Schädlich aus Bremen arbeitete für Fiesa 2004 das erste Mal mit Sand. Dieses Jahr machte sie wieder mit. Auch Georg Scheele, der seit 1995 in Monchique lebt und dessen Skulpturen in der Algarve bereits bekannt sind, gab seinen Beitrag.

Parallel zur Ausstellung bietet FIESA den Besuchern der Sandskulpturen-Workshops die Möglichkeit, sich in dieser Kunst auszuprobieren. Auch Musik hat einen festen Platz auf dem Festival: Bis zum feierlichen Abschluss im September werden verschiedene Konzerte stattfinden. Termine werden bekanntgegeben. Geöffnet: Täglich bis zum 25.9. von 10 h – 24 h Preis: Erwachsene 7, Kinder 4. Ort: Pêra, zwischen der E.N. 125 und der A 22 Alle Zufahrten sind beschildert

Gutschein
über
Gültig bis Ende Juli 2005 Der Gutschein gilt für zwei Personen: pro Person 2 Rabatt pro Eintritt.
Normaler Tarif: Erwachsene 7, Kinder 4. (Nicht übertragbar auf andere Werbeaktionen.)

ESA 7/05

Euro
ESA 07/05

FIESA 2005, wo Sand zu Geschichte wird

Auch dabei: Urahn aus der Steinzeit

Ein unvergesslicher Tag!

28

Share.

Comments are closed.