Casal da Eira

Nur 1,3 km nördlich von São Brás de Alportel, an der Nationalstraße N2 nach Alportel, liegt das Bed & Breakfast Casal da Eira. Seit einem Jahr wird das kleine Landtourismushotel von den Niederländern Bert und Els van As geführt

Sie kamen 2006 erstmals in die Algarve, um Freunde zu besuchen, die sich hier niedergelassen hatten. Auch Bert und Els verliebten sich in die Region, deren Landschaften, Gastronomie und Menschen und beschlossen, hier ein neues Leben zu beginnen und ihren Traum eines Bed & Breakfast zu verwirklichen. Sieben Jahre suchten sie nach dem geeigneten Objekt. Schließlich entdeckten sie das Casal da Eira. Die damalige Inhaberin, eine junge Portugiesin, wollte es aus persönlichen Gründen verkaufen. Ein Glücksfall für das freundliche niederländische Paar, denn die alte Quinta und die Lage waren perfekt. Sie ließen einige Renovierungen durchführen, strichen das Haus frisch, modernisierten es hier und da, ohne dabei den rustikalen Charakter des Gebäudes zu verändern, und eröffneten schließlich ihr neues Lebensprojekt. „Ein neues Land, ein neuer Ort, eine neue Sprache, eine neue Tätigkeit und all die Bauarbeiten waren nicht einfach“, erzählt Els, aber sie bereut  ihre Entscheidung keine einzige Sekunde. Natürlich vermissen sie Familie und Freunde, aber sie haben ein neues Zuhause gefunden. Ein Zuhause, in dem sie Gäste willkommen heißen und wo man sich tatsächlich wie zuhause fühlt.
Das B&B ist nicht zu übersehen. Zwar liegt das Gebäude versteckt, aber an dem weiß gekalkten Mauerzaun steht „Casal da Eira – Zimmer“. Von dem privaten Parkplatz erblickt man durch ein kleines Eisentor einen gepflegten Obstgarten und das Gemütlichkeit ausstrahlende Hotel. Die Architektur und die Verzierungen an der Fassade deuten darauf hin, dass das Gebäude einst wohl das Landhaus einer gut situierten 
Familie war. Details wie zwei 
ineinander verhakte Herzen und zwei sich küssende Tauben, die an den Steineinfassungen der Fenster eingemeißelt sind, findet man inzwischen eher selten. Auf das Baujahr der Quinta verweist die 
Jahreszahl 1877, die über dem Jahr eingeritzten Buchstaben P.J.G. stehen, wie es früher üblich war, für den Namen des damaligen 
Eigentümers.
In dem Obstgarten vor dem Haus wachsen Maulbeeren, Feigen, Mandarinen, Zitronen Mispeln, Aprikosen, Birnen, Granatäpfel, Äpfel und Trauben. Der kleine Gemüsegarten, den Els erst vor kurzem anleg hat, sichert die Versorgung mit frischem Salat, Tomaten und Zwiebeln. Auf der Hinterseite des Hotels befindet sich der Pool, um den auf dem gepflegten Rasen gemütliche Liegestühle und Sonnenschirme zur Verfügung stehen. Die Zypressenreihe davor schirmt nicht nur den Blick zum Nachbarhaus ab, sondern bildet auch einen schönen Hintergrund. Hier befindet sich auch die kleine Self-Service-Bar, die Bert selbst baute und einrichtete. Statt Barhockern gibt es zwei Schaukeln, statt Stühle eine gemütliche Sitzbank mit bunten Kissen – einfach einladend. Hier lässt es sich abends entspannen und Bert und Els setzen sich auch gerne mal zu ihren Gästen. Sie freuen sich, neue Menschen und deren Geschichten kennenzulernen.

Acht großzügige Zimmer stehen zur Auswahl, jedes mit individueller Einrichtung: Stein- und mit Schwammtechnik bemalte Wände, traditionelle Tonfliesen aus Santa Catarina, Holzschränke mit handgeschnitzten Details, Fensterbalken aus Holz mit ausgestanzten Sternen. Öl- und Aquarellgemälde verleihen zusätzlich ein gewisses Flair. Im selben Stil ist der Gemeinschaftsraum eingerichtet, in dem Satelliten-TV, viele Spiele und Bücher in verschiedenen Sprachen für unterhaltsame Abende sorgen.
Direkt nebenan liegt die Gemeinschaftsküche. Komplett ausgestattet, fehlt es hier an nichts: vom Kühlschrank, dem Herd und der 
Mikrowelle über das gesamte Kochgeschirr bis zu den Gewürzen. 
Einige Landhotels haben zwar in den Zimmern eine kleine Koch-
nische, aber oft fehlen dort Sachen wie Reinigungsmittel, Öl und Salz – Dinge, die man beim Packen natürlich nicht berücksichtigt und die man erst vermisst, wenn man sie kurzfristig braucht. Doch Bert und 
Els denken an alles und stellen sicher, das es den Gästen an nichts fehlt.

Im Sinne ihrer Gäste haben sie auch Partnerschaften mit anderen Unternehmen aus der Region geschlossen. In Zusammenarbeit mit Vee Ruede können sich die Gäste bei einer ayurvedischen Massage entspannen. Ein Unternehmen liefert den Gästen Mietfahrräder zu Casal da Eira, denn die Gegend um São Brás eignet sich hervorragend zum Radfahren. Eine weitere Möglichkeit der Freizeitgestaltung ist Reiten. Die benötigten Pferde hört man von der Anlage aus, denn nur zirka 100 Meter entfernt liegt ein Reitzentrum. Oder man wandert auf den Wanderrouten Via Algarviana und Korkroute (S. ESA 6/12), besucht Querença und die Fonte de Benémola (ESA 4/14), den Park der Fonte Férrea von S. Brás oder die feinsandigen Strände der nur zirka 20 km entfernten Küste bei Faro.
ESA 8/14

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