Hotel Bela Vista & Spa

Wer glaubt, dass alle Hotels gleich aussehen, irrt. Das Hotel Bela Vista hat viel Charakter und Charme. Bei der Ausstattung wurde mit viel Liebe auf jedes Detail geachtet. Modernität, Geschichte und Originalität sind hier harmonisch vereint

Das Bela Vista Hotel & Spa ist ein Anfang des 20. Jahrhunderts gebautes Palais. António Júdice de Magalhães Barros, ein wohlhabender Unternehmer der Fischkonservenindustrie, ließ es 1918 errichten. Er, seine Frau Maria da Glória Júdice und ihre fünf Töchter lebten hier glücklich zusammen, bis Maria sechs Jahre später starb. Sein sein Liebeskummer war so groß, dass António nicht weiter in der Vila de Nossa Senhora das Dores leben konnte. Er überließ das Gebäude seinem Cousin Henrique Bívar de Vasconcelos, der es in ein Hotel umwandelte. 1934 wurde das Hotel Bela Vista mit 14 Zimmern eröffnet und war bis in die 1950er Jahre eines der einzigen in Portimão und in der Algarve. Viele Persönlichkeiten, wie Carl Gustaf Emil Mannerheim, finnischer Staatschefs und Nationalheld, Juan de Borbón y Battenberg und seine Kinder, darunter Juan Carlos, heute König von Spanien, oder Salazars Minister waren zu Gast im Hotel.

2009 beschlossen die Eigentümer, es in ein 5-Sterne-Hotel umzubauen und es zu erweitern. Zwei Jahre später wurde das Hotel Bela Vista wieder eröffnet. 38 Zimmer und Suiten stehen den Gästen heute in drei unterschiedlichen Gebäuden zur Verfügung.
Die Gäste betreten das Hotel durch einen gespiegelten und mit Fliesen, die wie die Fenster des Gebäudes an das arabische Erbe der Region erinnern, überzogenen Eingang. Doch schon in der Lobby erwartet sie, durch die antiken portugiesischen Kachelbilder an den Wänden, die schwere Holzdecke mit Fresken, die imposanten Kandelaber und einem Piano, eine ganz andere und beeindruckende Atmosphäre. Es lohnt sich, die Kachelbilder entlang der Treppe genauer zu betrachten, denn sie erzählen von Portugals Entdeckungsreisen und geben Szenen aus dem Epos „Os Lusíadas“ von Portugals Nationaldichter Luis Vaz de Camões wieder. In der Lounge, in der ein mit blau-gelben Kacheln überzogener Kamin den Ehrenplatz einnimmt, herrscht eine perfekte Harmonie zwischen antiken und modernen Dekorationsobjekten. Verschiedene Sofas und Sessel laden zum Lesen oder einfach zum Ausruhen ein. Auch in der Bar wird die Aufmerksamkeit auf die Dekoration gelenkt. Kachelpaneele, Wandtapisserie, Fresken an der Holzdecke. Die Details lassen die Gäste immer wieder staunen.
Die Mischung aus Antik und Modern sowie die Fliesen und verschiedene Motive ziehen sich durch das gesamte Hotel. Und es tauchen stets kleine Details auf, die den Räumen eine Gemütlichkeit verleihen, die man von Hotels sonst nicht gewohnt ist und die dazu führen, dass man sich eher zu Gast in einem kleinen Palast als in einem Hotel fühlt.

Keines von den neun Zimmern und zwei 
Junior Suiten des Palais sind gleich. Am beliebtesten ist die Junior Suite, in der Mannerheim sich zwei Wochen erholte. Eine wirklich gelungene Mischung aus Tradition und Moderne mit Himmelbett, in der Blau und Gelb vorherrschen und sich Blumen- mit Streifenmotiven abwechseln. Die Zimmer in dem Herrschaftssitz sind zwar etwas kleiner, aber allein wegen der charaktervollen Deko und der Atmosphäre lohnt es, sich hier einzuquartieren.
Das Blue House war einst das Haus der Angestellten der Villa und später des Hotels. Seit 2011 stehen die Zimmer mit ihren hohen Decken den Gästen zur Verfügung und wurden komplett neu eingerichtet. Alle sieben Zimmer, davon eine Junior Suite, haben die gleiche moderne Ausstattung bei der türkisblau dominiert. Die Zimmer nach Süden haben zudem einen privilegierten Blick auf den Strand und das Meer.
Die 18 Zimmer und zwei Suiten des Garden House verfügen alle über einen Balkon oder kleine Terrasse mit Meerblick. Die Einrichtung ist modern und schlicht, aber statt der sonst üblichen neutralen Farben findet der Gast hier Streifen und Kreise in starken Farben vor.
Zuständig für die beeindruckende Innenarchitektur des gesamten Hotels, das Mitglied der Relais & Chateaux and Phoenix Hotels Collection ist, war das portugiesische Innendesignbüro Graça Viterbo (www.gviterbo.com).

Im Erdgeschoss des Palais befindet sich das lichtdurchflutete und modern eingerichtete Restaurant Vista und gleich davor die Terrasse mit herrlichem Blick auf den Strand Praia da Rocha, den ockergelben Felsen und den blau schimmernden Atlantik. Tagsüber können die Gäste aus einem leichten Menü mit Salaten, Rissoto und regionalen typischen Häppchen wie Muxama (getrockneter Thunfisch) wählen; abends steht ihnen ein breites Angebot von Küchenchef Rogério Calhau zur Verfügung. À la carte oder ein siebengängiges Überraschungsmenü, das jeden Abend wechselt. Fest steht, dass es portugiesische Küche mit einem Hauch Novelle Cousine ist, mit stets frischen, regionalen Produkten. Im Übrigen könnte Rogério Calhau, der viele Jahre im Ausland in Michelin-Restaurants tätig war, demnächst selbst einen Michelin-Stern erhalten. Die erste Prüfung dafür bestand er bereits mit Auszeichnung.

Das Hotel bietet seinen Gästen sowie Besuchern von außerhalb auch das Spa by L´Occitane an, das bei den Behandlungen ausschließlich Produkte dieser französischen bekannten Marke verwendet. Das Spa verfügt über Sauna, Hammam-Bad, Fitnessraum und Relaxationroom.
ESA 5/13

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